Was ist reformiert?
Die Reformierten entstammen der zweiten Phase der Reformation, die vor allem in der Schweiz, in Frankreich und in den Niederlanden wirksam war. Ihre bekanntesten Vertreter sind Huldrich Zwingli (1484–1531) und Johannes Calvin (1509–1564). Um eine falsche Bedeutsamkeit von Personen zu vermeiden, nahm man jedoch nicht den Namen eines Reformators an.
Der Name „Reformiert“ verweist auf die Einsicht, dass sich die Kirche immer wieder neu reformieren muss. Maßstab ist allein die Bibel. Deshalb steht im Gottesdienst die Predigt im Mittelpunkt. Die Kirchräume sind schlicht gestaltet, ohne Kreuz und ohne Bilder, denn es gilt das zweite Gebot („Du sollst dir kein Bildnis machen“). Zu den musikalischen Besonderheiten der Reformierten gehören die 150 gereimten Psalmen, die vielerorts noch regelmäßig gesungen werden. Zum Abendmahl versammelt sich die Gemeinde um einen einfachen Tisch und feiert dort die Gemeinschaft mit Jesus Christus.
In der reformierten Kirche gibt es keine Hierarchie, niemand ist oder wird herausgehoben. Jede Gemeinde wird von gewählten Vertretern, den Presbyterinnen und Presbytern, gemeinsam mit dem Pfarrer geleitet. Auch auf den übergeordneten Ebenen wird Leitung nur kollegial ausgeübt. Deshalb gibt es bei uns keine Superintendenten und Bischöfe.
Über die Reformierten in der Evangelischen Landeskirche von
Berlin-Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz informiert die
Broschüre nach Gottes Wort reformiert. Neben einem Kapitel zu
der Reformierten Kirche stellen sich die reformierten Gemeinden in
Berlin, Brandenburg und der schlesischen Oberlausitz vor.
Die Broschüre kann über die Gemeinde bezogen werden.
Reformierte Gemeinden in unserer Landeskirche
Kirche in der Uckermark
Die Französisch Reformierten Gemeinden in Groß Ziethen/Schwedt
Die Französische Kirche zu Berlin
Die frankophone Gemeinde am Gendarmenmarkt
Links
Französische-Refomierte Gemeinde Postdam
Ökumenischer Rat Berlin-Brandenburg
Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Ein interessanter Aspekt des reformierten Protestantismus drückt sich in der Architektur aus, so ähnelt die Französische Kirche in Potsdam beispielsweise einem römischen Rundtempel. Was für einen Hintergrund dies hat und welchen Beitrag die Reformierten zur Architektur des protestantischen Kirchenbaus geleistet haben, erfahren Sie aus der Broschüre Protestantischer Kirchenbau im Berlin des 19. Jh. Tradition, Zweckmä ßigkeit und Wille des Königs‘. Sie ist über die Gemeinde zu beziehen und liegt hier im PDF-Format (Bildschirmauflösung, 546 KB) vor.

