
Ev.-reformierte
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Eine Vortragsreihe zum 500. Geburtstag des europäischen Reformators in der Französischen Friedrichstadtkirche Berlin (Casalis-Saal)
Johannes Calvin umstritten wie kaum ein anderer der bedeutenden Reformatoren, kam am 10. Juli 1509 zur Welt. 2009 feiert die reformierte Christenheit seinen 500. Geburtstag. Das Jubiläum bietet die Gelegenheit, sich eines Theologen zu erinnern, der weltweite Wirkung erzielt hat: als unermüdlicher Ausleger der Heiligen Schrift, als Theologe mit enormer gedanklicher Gestaltungskraft und als Reformator der Kirche.
Bis heute ist die Wahrnehmung Calvins von Fehlurteilen geprägt: Max Weber sah in dessen Theologie den entscheidenden geistigen Anstoß zum späteren Siegeszug des Kapitalismus. Stefan Zweig zeichnete ihn als einen freudlosen und despotischen Eiferer.
Mit der Vortragsreihe setzten sich der Reformierte Kirchenkreis der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und die Französische Kirche zu Berlin (Hugenottenkirche) mit der Person und dem Werk Calvins unverstellt auseinander. Namhafte Calvinforscher gaben Einblick in ihre Arbeit. Sie skizzierten Person und Werk Calvins und die nach wie vor umstrittene Wirkungsgeschichte.
Inhalt
Martin Greschat
Johannes Calvin und die Reformation
Christian Link
Die Lehre von der Prädestination bei Calvin
und im Calvinismus
Christoph Strohm
Die Eigenart der Theologie Calvins
Volker Leppin
Calvin und die Toleranz. Der Fall des Miguel Servet
Achim Detmers
Frage umgekehrt Calvins Auseinandersetzung
mit dem Judentum
Matthias Krieg
Glaube bereichert Calvin und der Kapitalismus
Rinse Reeling Brouwer
Die drei Grundformen der Institutio
Isabelle Graesslé
Calvin und die Frauen die Frauen Calvins: Zwischen Irritation und Bewunderung
Rudolf von Thadden
Calvin und Preußen
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