Zum Jahresende 2007 – Gedanken über das Geld
„Was geschieht eigentlich mit dem ,Opfergroschen’, für den wir jeden Sonntag am Ende des Gottesdienstes sammeln”, werde ich immer wieder gefragt. Von den beiden Sonntags-Kollekten steht eine der Gemeinde zu. Das ist in unserem Fall der „Opfergroschen”. Mit ihm können die Gottesdienstbesucher die Arbeit unserer Gemeinde fördern. Das Geld, das dadurch aufgebracht wird, ist eine wichtige Hilfe, um die Gemeinde über die Zuweisungen hinaus zu unterstützen, die wir aus dem Kirchensteuertopf der Landeskirche bekommen. Man kann dies in Zahlen fassen.
Aus Kirchensteuermitteln werden uns (über den Kirchenkreis) für das Rechnungsjahr 2008 EUR 37.203 für Personalkosten, Sachkosten (z.B. Heizung, Strom, Anschaffungen usw.) und Bauunterhaltungskosten zugewiesen. Unsere tatsächlichen Ausgaben werden sich aber voraussichtlich auf EUR 82.711 belaufen. Die Deckungslücke soll ausgeglichen werden durch Einnahmen aus Vermietung (EUR 4.560), dem Betriebskostenzuschuss und die Erstattungen der Iranischen Presbyterianischen Gemeinde (EUR 1.620), durch Zinserträge (EUR 26.501), durch einen Zuschuss vom Kirchenkreis zu den Personalkosten (EUR 6.132), durch Spenden (EUR 650), durch das Gemeindekirchgeld (EUR 300) und durch den Opfergroschen (EUR 5.000). Dabei bezeichnen die Summen der drei letzten (kursiv gestellten) Positionen die Richtwerte, die wir erreichen müssen, um den Haushalt ausgleichen zu können. Wenn mehr Spenden, mehr Gemeindekirchgeld und mehr Opfergroschen hereinkommen, um so besser!
Hier hoffen wir vor allem auf die Gemeindeglieder, die keine Kirchensteuern (mehr) zahlen oder uns über ihre Kirchensteuerzahlungen hinaus helfen können. Wir freuen uns auch darüber, dass Freunde unserer Gemeinde und ehemalige Gemeindeglieder uns immer wieder Beträge spenden.
Das wird in den nächsten Jahren noch wichtiger werden. Denn die Gemeindegliederzahlen aller ref. Gemeinden sind geringer als wir dachten. An den Gemeindegliederzahlen orientieren sich aber die Zuweisungen aus dem Kirchensteuertopf der Landeskirche. Unsere Deckungslücke wird also noch höher werden. Einsparungspotentiale gibt es wenig. Außer dem Pfarrer hat die Gemeinde keinen hauptamtlichen Mitarbeiter. Gemessen an der kirchlichen Lage in anderen Ländern sind wir mit ca. 400 Gemeindegliedern eine „große” Gemeinde. Wir würden uns wahrscheinlich besser stehen, wenn uns die Kirchensteuerzahlungen unserer Gemeindeglieder direkt zuflössen. Aber das deutsche Kirchensystem ist nicht so organisiert; hier gilt seit über 110 Jahren: alle Kirchensteuereinnahmen kommen in einen Topf und dann wird verteilt, so dass die Finanzstärkeren die Finanzschwächeren mittragen. Übrigens ist unser kleiner Reformierter Kirchenkreis immer noch so finanzstark, dass er in den vergangenen Jahren jährlich EUR 50.000 an den Solidarfonds der Landeskirche abgeführt hat.
Bitte helfen Sie uns, dass die Bethlehemsgemeinde ihre Arbeit fortsetzen kann. Wir haben als Reformierte eine Aufgabe in dieser Landeskirche. Und dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Die Kontonummer finden Sie auf der letzten Seite. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung benötigen vermerken Sie das bitte auf der Überweisung.
Dr. Bernd Krebs